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Modul I. Berufsfelderkundung/ Berufspraktische Erprobungen

 

Ziel des Moduls ist es, dass Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Berufe / Berufs- und Studienfelder und deren Anforderungen erfahren. Sie erhalten Informationen über die Erwartungen der Arbeitgeber sowie über Ausbildungswege und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler erproben eigene Interessen und Kompetenzen in diesen Berufsfeldern. Dabei baut die Berufsfelderkundung auf eine vorangegangene Stärken- und Interessenermittlung auf. Diese kann in unterschiedlicher Form erfolgen. Sofern die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld dieses Moduls an „komm auf Tour“ teilgenommen haben, werden die dort gewonnenen Stärkepunkte in die Auswahl der Berufsfelderkundung einbezogen und die Erfahrungen zu den Berufsfeldern und der Vielfalt der Berufe, die sich dahinter verbergen, in diesem Modul praktisch vertieft. Sofern die Schülerinnen und Schüler bisher nicht an „komm auf Tour“ teilgenommen haben, muss eine andere Form der Stärkenermittlung diesem Modul vorausgegangen und dokumentiert sein.

Für die Umsetzung des Moduls sind die Voraussetzungen für die Erprobung in mindestens den folgenden fünf Berufsfeldern zu schaffen:gewerblich-technische Berufe

  • Berufe in Büro und Verwaltung
  • Berufe in der Gesundheitswirtschaft und dem Sozialwesen
  • Berufe im Dienstleistungsbereich
  • Berufe der Kreativwirtschaft.

Es ist zu gewährleisten, dass jede Schülerin und jeder Schüler sich praktisch in mind. drei Berufsfeldern erproben kann.

Sofern für die Umsetzung nicht eigene Werkstätten genutzt werden, geschieht dies vornehmlich durch Nutzung von Kapazitäten am Schulstandort (Werkstätten der Schulen), in kooperierenden OSZs oder in Innungen etc. Der Bildungsdienstleister bereitet die Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit der Schule auf die Berufsfelderkundung vor und erteilt Arbeits- sowie Beobachtungsaufträge, die im Ergebnis der Reflexion des Moduls dienen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Aufgabenstellungen an der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und ausreichend Gelegenheit bieten, selbständig zu agieren.

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält im Anschluss an die Erkundung eine stärkenorientierte Dokumentation der gewonnen Erkenntnisse, die Hinweise darauf gibt, wie die Erfahrungen im weiteren Prozess der Berufsorientierung vertieft werden.

Dieses Modul findet in Jahrgangsstufe 8 statt. Der Stundenumfang beträgt 40 Stunden.

 

 

Modul II. Kompetenzfeststellung

 

Grundsätzliches Ziel der Kompetenzfeststellung nach diesem Modul ist die vertiefte Eignungsfeststellung der Schülerinnen und Schüler durch Einsatz von Kompetenz-feststellungsverfahren. Die Schülerinnen und Schüler erkunden ihre Interessen und gewinnen Erkenntnisse über ihre (berufsrelevanten) Fähigkeiten und Fertigkeiten. Sie lernen, ihre eigenen Entwicklungs- und Leistungspotenziale einzuschätzen. Dies unterstützt in erster Linie den eigenen Reflexionsprozess und die Auswahl der zukünftigen berufspraktischen Erprobungen und die Umsetzung von Realisierungsstrategien in Hinblick auf den Übergang in Ausbildung bzw. Studium. In Abhängigkeit davon, zu welchem Zeitpunkt im Berufsorientierungsprozess diese Kompetenzfeststellung erfolgt, ist das Ziel für die jeweilige Zielgruppe zu konkretisieren.

Die Kompetenzfeststellung erfolgt prozessorientiert und bedarfsgerecht. Das Modul kann in jeder Jahrgangsstufe eingesetzt werden Die Ergebnisse vorausgegangener Stationen im Berufsorientierungsprozess (Kompetenzfeststellungen, berufspraktische Erprobungen, u.a.) sind bei der Konzipierung und Ausgestaltung (Planung, Durchführung und Nachbereitung) des Moduls zu berücksichtigen.

Die Kompetenzfeststellung umfasst sowohl theoretische als auch praktische Einheiten, die unter Beobachtung ausgeführt werden. Im Anschluss erfolgt ein Auswertungsgespräch. Die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung sind dokumentiert und so abrufbar, dass sie den Prozess der Berufsorientierung unterstützen.

Bei der Umsetzung des Moduls muss eine Dopplung zu Kompetenzfeststellungen außerhalb von BVBO (z.B. umgesetzt über die Berufseinstiegsbegleitung) ausgeschlossen werden.

Dieses Modul kann in jeder Jahrgangsstufe eingesetzt werden. Der Stundenumfang beträgt 20 Stunden.

 

Modul III. Ergänzung und Vertiefung des Betriebspraktikums

 

Ziel des Moduls ist die Sicherung qualitativ hochwertiger betrieblicher Erfahrungen während des schulischen Betriebspraktikums. Dies erfordert die Vermittlung und Stärkung von Sozialkompetenzen, die sowohl für die Bewerbung als auch das Absolvieren eines Praktikums unabdingbar sind. Die dafür relevanten, grundsätzlichen Verhaltensregeln der Arbeitswelt werden in diesem Modul trainiert. In der vertiefenden Nachbereitung des Praktikums, die ebenfalls Gegenstand dieses Moduls ist, werden die Praktikumserfahrungen so aufbereitet, dass geschlussfolgert werden kann, welche nächsten Schritte im Berufsorientierungsprozess unternommen werden. Dieses Ergebnis wird dokumentiert.

Dieses Modul wird in Ergänzung zu schulischen Leistungen in den Jahrgängen 9 und 10 eingesetzt und dient sowohl der Unterstützung des Betriebspraktikums im 9. Jahrgang als auch des vertiefenden Praktikums im 10. Jahrgang.

Die Vorbereitung des Praktikums obliegt den Lehrkräften. Der Praktikumsplatzwahl liegen Qualitätskriterien zugrunde (z.B. Aufgabenstellungen für die Schülerinnen und Schüler, motivierte Ansprache und wertschätzende Haltung des Unternehmens). Darauf aufbauend erfolgt im Rahmen des Moduls eine intensive Vorbereitung, die Strategien zur Berufswahl- und Entscheidungsfindung aufgreift und vertieft, Realisierungsstrategien thematisiert und Methoden zur Reflexion von Eignung, Neigung und Fähigkeiten zur Verbesserung der Selbsteinschätzung in Bezug auf das Praktikum und die spätere Berufswahl enthält.

Die im Land Berlin im Zusammenhang mit der Durchführung von Betriebspraktika geltenden Rechtsvorschriften sind anzuwenden.

Es wird gewährleistet, dass das schulische Betriebspraktikum auf die bereits gesammelten Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern aufbaut und sich an den festgestellten Kompetenzen der Schülerin bzw. des Schülers orientiert.

Dieses Modul kann in den Jahrgangsstufen 9 und 10 eingesetzt werden. Der Stundenumfang beträgt 25 Stunden.

 

 

Modul IV. Vertiefendes Betriebspraktikum und Vorbereitung auf den Übergang

 

Ziel dieses Moduls ist es, den Schülerinnen und Schülern in ausgewählten Berufen Praxiserfahrungen zu ermöglichen, die ganz gezielt mit den bis dahin identifizierten Berufswünschen in Zusammenhang stehen. Schülerinnen und Schüler lernen Wege und Methoden kennen, um ihre Berufs-/Studienwahlentscheidung umzusetzen. Dazu gehört auch die Bewerbung um einen (Praktikums-,) Ausbildungsplatz sowie sich erfolgreich zu präsentieren. Schülerinnen und Schüler lernen, die für ihre Berufsentscheidung maßgeblichen Aspekte zu erkennen und abzuwägen. Ihre Urteils-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz (Berufswahlkompetenz) wird gefördert. Dazu gehört, Informationen und Erfahrungen zielgerichtet in Entscheidungen umsetzen zu können.

In diesem Modul erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und die im Betrieb gestellten Anforderungen in Abgleich zueinander zu bringen. Konkrete Aufgabenstellungen begleiten dieses vertiefende Betriebspraktikum und werden im Anschluss sorgfältig ausgewertet und dokumentiert. Die Schüler und Schülerinnen werden nach Möglichkeit in den Betrieben durch Auszubildende begleitet, um so den Blick auf Ausbildungsperspektiven und die Motivation hierfür zu befördern. 

Die Auswertung dieses vertiefenden Betriebspraktikums bereitet gezielt den Übergang in die Berufswelt vor. Hierzu gehören die Überprüfung der Bewerbungsunterlagen und gegebenenfalls ein Training zur Vorbereitung auf erste Gesprächssituationen.

Für dieses Modul ist die Gruppe der Schülerinnen und Schüler so zusammenzustellen, dass Interesse an dieser betrieblichen Ausbildung sichergestellt ist.

Das Modul muss auf bereits vorausgegangene Bewerbungsunterstützungen aufsetzen und auf diese in Planung, Durchführung und Nachbereitung dieses Moduls aufbauen. Dabei sind die diesbezüglichen Angebote von Schule, Berufsberatung und Dritten zu berücksichtigen Doppelfinanzierungen durch die bestehende Umsetzung inhaltlich identischer Angebote außerhalb von BVBO (z.B. durch das „Berliner Netzwerk für Ausbildung“) muss ausgeschlossen werden.

Dieses Modul findet in Jahrgang 10 statt. Der Stundenumfang beträgt 30 Stunden.


Modul V. Berufs- und Studienorientierung in der Sekundarstufe II

 

Ziel des Moduls ist es, den Schülerinnen und Schülern die Kompetenz zu vermitteln, durch Kriterien gestützt den individuellen Weg nach dem Abitur vorzubereiten. Schülerinnen und Schüler lernen vertiefend zu den Angeboten im Unterricht Wege und Methoden kennen, um ihre Berufs-/Studienwahlentscheidung umzusetzen. Dazu gehört auch die Bewerbung um einen Ausbildungs- / Studienplatz sowie sich erfolgreich zu präsentieren.

Dieses Modul sieht Erkundungen an Universitäten und Hochschulen, in Betrieben und im Kontakt mit Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden vor. Die Voraussetzungen eines Dualen Studiums werden ebenso thematisiert wie die möglichen Karrierewege nach einer Ausbildung oder einem Studium. Im Rahmen der Durchführung wird die Vielfalt der Berufswelt auf unterschiedlichsten Wegen erkundet und so die Möglichkeit differenzierter Berufswege und Laufbahnen verdeutlicht.

Die Angebote werden interessengeleitet und in Kleingruppen umgesetzt. Die Lebensalter der Schülerinnen und Schüler berücksichtigend, kann eine Umsetzung nach Interesse auch außerhalb der Stundentafeln des Schulkontextes erfolgen.

Das Modul V kann von allen Integrierten Sekundarschulen, die über eine Sekundarstufe II verfügen, sowie allen Gymnasien, in Anspruch genommen werden. Aufgrund der curricularen Überschneidung des Moduls mit dem Ergänzungskurs Studium und Beruf, ist die Teilnahme von Schüler_innen, die bereits den Ergänzungskurs belegen, allerdings ausgeschlossen.

Dieses Modul kann in den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe II eingesetzt werden. Der Stundenumfang beträgt 30 Stunden.

 


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